Montag, 12. Januar 2009

Biller, Bernhard, Blödsinn, Bier

Mannmannmann, man kommt zu nischt mehr als Vollzeit-Vati. Habe jetzt erst die FAS der Vorwoche durchgeblättert, die neue liegt noch unangetastet aufm Tisch. Im Feuilleton vom 4.1. fand ich einen Text, der in puncto Bösartigkeit in unsere Bestenliste aufgenommen werden könnte, zumal es sich streckenweise um gebildete Bösartigkeit handelt.

Autor ist jener Maxim Biller, über den mit Dir unterhalten zu haben ich mich zu erinnern meine. Jaja, dieser Typ, von dem man zwar noch nie etwas gelesen hat bis auf ein paar bissige Glossen und zynische Jurorenreden, über den man aber trotzdem alles zu wissen glaubt, weil eine zeitlang ständig über ihn geredet und geschrieben wurde: der mit dem verbotenen Buch, in dem eine Ex-Olle sich erkannt haben wollte und verleumdet fühlte und so weiter. Ich glaube, Du mochtest den Typen nicht besonders, worüber ich mich nur deshalb wunderte, weil Du ansonsten dem jüdischen Witz nicht abhold bist. Eine gewisse Art jenes Humors (oder Sarkasmus) kann man dem Biller jedenfalls nicht absprechen. In diesem Falle trifft er einen unglücklichen Vertreter einer gebeutelten alpenländischen Minderheit, von dem Du in Deinem Studium gehört haben dürftest.

Und wo ich gerade dabei bin, die Verlinkungsschaltfläche wiederzuentdecken, will ich Dir auch diesen Text hier nicht vorenthalten, obwohl ich ihn weder für bösartig noch für sonderlich geistvoll halte. Bloß, weil wir neulich drüber sprachen.

Apropos sprechen: Wird's nun was morgen? Werde kaum dazu kommen, in die Röhre zu kieken, bitte Dich deshalb um Benachrichtigung per Anruf oder (lieber) ungeliebter Kurznachricht.

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