Dienstag, 6. Januar 2009

Lieber M.,

überrascht von vom Tempo Deines Posts möchte ich Dir und diesem ergreifenden Moment zurufen: Verweilt doch noch, ihr seid so schön ...
Stattdessen beteure ich einfach, Dich keineswegs mit Schweigen strafen zu wollen, nicht einmal für diese doch vergleichsweise winzige Zeit, wa?! Tatsächlich ist gerade die Schwägerin, oder für wen man Silkes Schwester meinerseits halt so halten mag, aus dem Haus. Und ich, häuslich wie ich bin, naja, hatte sogar gekocht und Zeug. Ich mag Besuch eigentlich ganz gern - ich hoffe, das ist als Thema für den neuen, verbesserten Blog nicht zu trivial. Genauer gesagt fehlt mir die Gastgeberei, die ich aus den Jahren des Rollenspiels irgendwie gewohnt bin, ein wenig. Das kannst Du durchaus als Einladung verstehen, wenn Du willst, obwohl mir die Kneipe natürlich auch sehr recht bis ein bisschen lieber ist.
So blöd, wie es klingt: das Wirt-Sein, das Bewirten und Ausgeben Wollen steckt mir wahrscheinlich in den (germanischen oder slawischen) Genen und will gerade in dieser Zeit des bescheidenen Überflusses der sparsamen Vernunft recht ordentlich eins überbraten. Noch behält diese zwar die Oberhand, aber ... Was mich gleich wieder zu fixen und variablen Bedürfnissen führt - und zu einem Song, der mir die letzte Fahrt nach Stralsund sehr versüßt hat (hier ist er). Ich glaube, das Ambivalente und Selbstironische fehlt mir bei den Marxisten. Aber ich will versuchen, ernsthaft(er) zu ... ach, was solls. Ambivalenz und Selbstironie sind mir Fixbedürfnisse. Genau wie Schlaf (01:25).
R.

Keine Kommentare: