Mittwoch, 7. Januar 2009

Lieber R.,

selbst der Volksmund weiß es: Wer nichts wird, wird Wirt. Ich verstehe das. Und Fanny versteht das auch: "Wenn jemand kommt, dann öffnen sich die Herzen, wenn jemand kommt, verschwinden all die Schmerzen, wenn jemand kommt, es kann schon morgen sein, wird alles so ramantisch sein." Ja, Besuch ist was für Herzchen wie Dich - und am besten welcher, der Deine kulinarischen Vorlieben teilt und Deine Kochkünste zu würdigen weiß. (Man muss ja nicht immer trinken.)

Ich für meinen Teil habe auch nichts gegen Besuch. Das liegt allerdings hauptsächlich am restriktiven deutschen Waffengesetz.

Um nichts zu werden, muss man allerdings gar nicht Wirt werden. Es geht auch Großindustrieller resp. Pharma- und/oder Zementfabrikant. Warum sich ein solcher aber vor den Regionalexpress werfen muss (nicht mal ICE!), wenn plötzlich keiner mehr kommt, erschließt sich mir nicht. Ich dachte, ab einer gewissen Einkommensschwelle lockert sich das Waffengesetz von selbst. Nein, ganz ohne Häme: Verfügst Du als diplomierter Küchenpsychologe über eine Erklärung für Motivation und Wahl der Mittel des Herrn Merckle selig? Ich bin betroffen, aber ratlos.

Danke für den hübschen Song, den ich noch gar nicht kannte.

Bis bald, Dein M., der morgen später kommt, wenn überhaupt (Eternversammlung ab 20 Uhr).

Dienstag, 6. Januar 2009

Lieber M.,

überrascht von vom Tempo Deines Posts möchte ich Dir und diesem ergreifenden Moment zurufen: Verweilt doch noch, ihr seid so schön ...
Stattdessen beteure ich einfach, Dich keineswegs mit Schweigen strafen zu wollen, nicht einmal für diese doch vergleichsweise winzige Zeit, wa?! Tatsächlich ist gerade die Schwägerin, oder für wen man Silkes Schwester meinerseits halt so halten mag, aus dem Haus. Und ich, häuslich wie ich bin, naja, hatte sogar gekocht und Zeug. Ich mag Besuch eigentlich ganz gern - ich hoffe, das ist als Thema für den neuen, verbesserten Blog nicht zu trivial. Genauer gesagt fehlt mir die Gastgeberei, die ich aus den Jahren des Rollenspiels irgendwie gewohnt bin, ein wenig. Das kannst Du durchaus als Einladung verstehen, wenn Du willst, obwohl mir die Kneipe natürlich auch sehr recht bis ein bisschen lieber ist.
So blöd, wie es klingt: das Wirt-Sein, das Bewirten und Ausgeben Wollen steckt mir wahrscheinlich in den (germanischen oder slawischen) Genen und will gerade in dieser Zeit des bescheidenen Überflusses der sparsamen Vernunft recht ordentlich eins überbraten. Noch behält diese zwar die Oberhand, aber ... Was mich gleich wieder zu fixen und variablen Bedürfnissen führt - und zu einem Song, der mir die letzte Fahrt nach Stralsund sehr versüßt hat (hier ist er). Ich glaube, das Ambivalente und Selbstironische fehlt mir bei den Marxisten. Aber ich will versuchen, ernsthaft(er) zu ... ach, was solls. Ambivalenz und Selbstironie sind mir Fixbedürfnisse. Genau wie Schlaf (01:25).
R.
Jetzt strafst Du mich also mit Schweigen, reiner Liebhold, es sei Dir verziehen. Zum Thema Pornographie möchte ich Dir diese Definition nicht vorenthalten, die Hacks seinen Viktor vortragen lässt:

Pornographie ist die Zurschaustellung oder unvermittelte Nachahmung geschlechtlicher Werkzeuge und ihrer Taten zu nichtmedizinischen Zwecken.

Das ist nüchtern, aber kaum von der Hand zu weisen, meinst Du nicht auch?

Der Zurschaustellung eines Lebenszeichens oder dessen unvermittelter Nachahmung harrend,

Dein M.

Sonntag, 4. Januar 2009

Nischt is!

Zunächst einmal: guten Tag. Natürlich stimme ich nicht schweigend zu, das Deutsche in Zukunft durch so eine Art Holländisch zu ersetzen. Mit Pornos konntest Du mich nicht schrecken und nicht einmal mit Robben, aber mit solcher Barbarei! Da komm ich doch glatt hinterm Ofen vor. Bleib jetzt auch erst mal vorne. Morgen saufen, halb neun?

Reinharts Bemerkungen Zuur Ortograafii

Mit Das Neue Jaar Treeten In Kraft Einiige Neue Ortograafii-Reegels.

1 - Antii-Diskriminiirung-Paaraagraaf: Alle Wort-Arts Weerden Groos Geschreibt. Das Begrif Hauptwort Entfalt Und Wirt Durch Nicht-Beser-Als-Anderes-Wort ersezt.
2 - Gleichstelung-Paaraagraaf: Alle Worts Haaben Das Gleiche Geschlecht, Nämlich Keins Ooder Neutraal. Das Meerzaal wirt stets mit S gebildet.
3 - Soolidaariität-Paaraagraaf: Alle Zeitworts Weerden Gleich Gebeugt. Es Giibt Nuur Noch Ein Meerzaal-Form Und Ein Einzaal-Form. Duu Und Ich und Eer und Sii sint schliislich gleich!
4 - Friidrich-Merz-Paaraagraf: Vookaals Weerden Einzeln Unbetoont Gesprochen. Lange Vookaals Werden Durch Dopel-Buuchstaaben Gekenzeichnet.

Stimt Duu Schweigend Zuu Trit In Kraft Reeform!

Ooder Es drooht Nootstand-Paaraagraaf: Z u u s a m e n r o t u n g e n V o n B u u c h s t a a b e n W e e r d e n D a n G a n z V e r b o o t e n!

Rein( )hart in Seensüchtiges Erwartung

Dummdideldumm

Wolln wir doch mal sehn, ob wir so unser Blaupapier auf Google-Platz Eins wiederfinden ...

Nein - aber 165 Treffer! Die Dummdideldummheit stirbt nicht aus!

Test: Aksurk Drahnier ...

Auch nur der November-Post, hm. Vielleicht braucht Google Zeit. Wir sind gespannt und bleiben dran.

Nachtrag tags darauf: Platz 7 immerhin. Dummdideldumm ...

Wenn ich nicht wüsste

dass Du gerade keinen Internet-Zugang und/oder keine Zeit zum Bloggen hast, müsste ich denken, dass Du doch Pornos sehen willst. Letzte Mahnung!

Ansonsten habe ich mittlerweile noch ein bisschen über unser (bzw. mein) Projekt zur Stadtentwicklung nachgedacht. In (eher zufälligen) Gesprächen mit Sascha und Winni ergaben sich neue Anregungen, wenngleich unscharfer Art. Grüße von beiden.

Ach ja, danke für die SMS zum Papst. Wie sieht es mit unserer Montagsrunde zukünftig aus?

Gespannt und schon wieder nüchtern

R.