Freitag, 7. Mai 2010

Grieche zu Kreuze

In Griechenland, da brennen jetzt nicht nur die Barrikaden,
in einem Geldhaus, hörte ich, kam Menschenfleisch zu Schaden.
Am Fuße der Akropolis schmeißt einer einen Stein,
ein andrer drischt mit bloßer Faust die Fensterscheiben ein.

Weil Blut fließt, redet mancher schon von Revolutionen,
dabei geht's, wenn Du mich fragst, nur ums Sparguthaben Schonen.
Wir sprechen nicht von Klassenkampf, wir sprechen von den Nöten,
die ein paar Krisenhirnis lässt drei Kassenwärter töten.

Es steigt die Mehrwertsteuer wohl, doch nirgends steigt der Geist,
den mancher alte Zausel noch den Kommunismus heißt.
Nicht brennen muss die Bank, sie muss von dem gestürmet werden,
der bessres weiß mit Geld zu tun, als es im Sumpf zu erden.

Hier sitze ich und schwadronier und schaue auf die Uhr:
Es ist schon kurz nach fünf, na nu, wo bleibt die Konjunktur?
Wo bleibt denn bloß die Inflation und wie das alles heißt?
Das fragt sich einer, der im Ernst auf diesen Zirkus - ähm - pfeift.

Keine Kommentare: