vielen Dank für den Artikel - er ist zweifellos gut. Er bekommt den interessanten Spagat zwischen Eloge und Essay hin. Aber jetzt folgen die obligatorischen Abersse:
(1) Goethe und Brecht die größten (Liebes-)Lyriker? Na ja. Persönlich halte ich ja Goethe für altbacken und Brecht für gutes Mittelmaß. Die Absicht tötet die Kunst. Aber sicher eine Frage des Geschmacks.
(2) Das Gedicht von Hacks ist wirklich gut. "Vollendet nach Maßgabe strengster Kriterien" klingt indes nach klinisch tot. Also nach Goethe. Und das Zitat im Post (und im Text) ist doch eher rein aphoristisch und wenig wahr. Na ja, erneut.
Trotzdem guter Link. Bis gleich
Reinhard
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1 Kommentar:
Du hälst Goethe für altbacken, ich auch, er nicht:
"Es ist doch immer Goethe, der König, und der Rezensent, der an einen solchen Dichterkönig sein Messer legt, sollte doch eben so viel Courtoisie besitzen wie jener englische Scharfrichter, welcher Karl I. köpfte, und ehe er dieses kritische Amt vollzog, vor dem königlichen Delinquenten nieder-kniete und seine Verzeihung erbat."
Heinrich Heine, Die Deutsche Literatur von Wolfgang Menzel. In: H.: Sämtliche Schriften (Anm. 9). Bd. 1 (1968), S. 453f.
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