Die Wangen glühen in der Maienhitze,
in roten Köpfen flimmert es brutheiß.
Die Linkspartei sucht mich, die Doppelspitze,
vergeblich - ach, wie gut, dass niemand weiß ...
Trag ich den Namen Kipping-Schwabedissen?
Herrje, mein Funkentanz macht euch Migräne.
Heiß Wagenknecht ich? Keiner kann es wissen.
Heiße ich Bartsch? Ich heiß nicht Lafontaine.
Allein der Teufel sagt euch (und sonst keiner),
wer trocknes Stroh zu frischem Gold verspinnt.
Das Feld verdorrt, solange mehr als einer
noch täglich über meinen Namen sinnt.
Freitag, 25. Mai 2012
Freitag, 18. Mai 2012
Mein Reim auf die Woche (14. bis 20.5.)
„Europa“ besteht zu zwei Dritteln
aus Geld,
bis „pa“ mit Getöse vom „Euro“
abfällt.
Die Neuwahlen, Griechenland, kannst du
dir sparen;
den Euro nicht wert, wert
zur Hölle zu fahren!
Ein Blitz trifft Hollande kurz vorm
Himmelfahrtstage,
ein Grollen Herrn Röttgen (die
Wahlniederlage).
Ein Irrglaube, je in
Berlin weich zu landen:
In Schönefeld hat
man die Zeichen verstanden.
Ganz – pa! –
ohne Merkel, die Banken zu fragen,
hat jemand in
Frankfurt ein Zelt aufgeschlagen.
Die Arbeiterschaft geht am Feiertag trinken.
Die Arbeiterschaft geht am Feiertag trinken.
Die Umfragewerte der
Linkspartei sinken.
Freitag, 11. Mai 2012
Mein Reim auf die Woche (7. bis 13.5.)
Großflughafen, Brandschutzlaien,
Wowereit vom Geld befreien.
Arm und sexy – wie Athen:
würdig, auf den Strich zu geh‘n.
Bei der Doktorarbeit schummeln,
aber nicht beim Pauken bummeln!
Wer den Zahn der Zeit verpennt,
endet als Ernst-Busch-Student.
Nur den Aufstieg nicht verpassen,
Unglück blindlings liegenlassen.
Siegreich bleibt bei jeder Wahl
der mit dem Fortuna-Schal.
Sonntag, 6. Mai 2012
Mein Reim auf die Woche (30.4. bis 6.5.)
In Frankreich gibt es Wahlen,
sprich: Fernsehkeilerei.
Laut streiten die Rivalen
ums Erbe von Versailles.
Den Mai-Zug der Vandalen
zerschlägt die Polizei.
Ein Milliardär will zahlen
für Munchs verstummten "Schrei".
Wer hungert, leidet Qualen;
der Sport, die Barbarei.
Ein Fußballclub aus Aalen
steigt auf in Liga zwei.
sprich: Fernsehkeilerei.
Laut streiten die Rivalen
ums Erbe von Versailles.
Den Mai-Zug der Vandalen
zerschlägt die Polizei.
Ein Milliardär will zahlen
für Munchs verstummten "Schrei".
Wer hungert, leidet Qualen;
der Sport, die Barbarei.
Ein Fußballclub aus Aalen
steigt auf in Liga zwei.
Freitag, 27. April 2012
Mein Reim auf die Woche (23. bis 29.4.)
Ein großer Sieg schützt nicht vor Niederlagen,
meist sucht der Unterleg'ne die Revanche.
Erst schlägt man selber, dann wird man geschlagen.
Am Boden: Kiews Dame in Orange.
Im bösen Spiel das Regelwerk zu achten,
fällt denen, die da kämpfen, selten ein.
Im Fußball gibt es Referees - wir dachten,
die besten wollen unparteiisch sein.
Es hat ein Sanitäter den zu heilen,
der einer Tätlichkeit zum Opfer fiel.
Doch lautstark den Orangenen beizueilen
gehört sich nicht in Charkow (Holland-Spiel).
meist sucht der Unterleg'ne die Revanche.
Erst schlägt man selber, dann wird man geschlagen.
Am Boden: Kiews Dame in Orange.
Im bösen Spiel das Regelwerk zu achten,
fällt denen, die da kämpfen, selten ein.
Im Fußball gibt es Referees - wir dachten,
die besten wollen unparteiisch sein.
Es hat ein Sanitäter den zu heilen,
der einer Tätlichkeit zum Opfer fiel.
Doch lautstark den Orangenen beizueilen
gehört sich nicht in Charkow (Holland-Spiel).
Montag, 23. April 2012
Mein Reim auf die Woche (16. bis 22.4.)
Kommt vor, dass einen der Islam bedroht.
Kann sein, dass man Kulturmarxisten meidet.
Gut möglich auch, dass man an Freiheit leidet. -
Doch keiner, fast, schießt darum Kinder tot.
Das Blutbad schuf dem Irrsinn eine Bühne,
drauf steht er: Kommandant des Tempelordens.
Gereckte Faust! Der weiße Herr des Mordens
weint Tränen um sich selbst, bar jeder Sühne.
Wir treten, schaudernd, dreizehn Schritt zurück
vor diesem kruden Mittelalter-Stück.
Wie lässt sich bloß die Finsternis erhellen?
Die Rüstung kennen wir nur als Kostüm.
Grad deshalb wagen wir, das Ungetüm
vor ein Gericht, nicht an die Wand zu stellen.
Kann sein, dass man Kulturmarxisten meidet.
Gut möglich auch, dass man an Freiheit leidet. -
Doch keiner, fast, schießt darum Kinder tot.
Das Blutbad schuf dem Irrsinn eine Bühne,
drauf steht er: Kommandant des Tempelordens.
Gereckte Faust! Der weiße Herr des Mordens
weint Tränen um sich selbst, bar jeder Sühne.
Wir treten, schaudernd, dreizehn Schritt zurück
vor diesem kruden Mittelalter-Stück.
Wie lässt sich bloß die Finsternis erhellen?
Die Rüstung kennen wir nur als Kostüm.
Grad deshalb wagen wir, das Ungetüm
vor ein Gericht, nicht an die Wand zu stellen.
Montag, 16. April 2012
Mein Reim auf die Woche (9. bis 15.4.)
Stets gilt die Regel: Knapp daneben
ist - wenn's drauf ankommt - auch vorbei.
Ein Spitzenplatz ist zu vergeben
in Bundesliga, Linkspartei.
Im Stadion hat ein Tor geschossen
Borusse gegen Bajuwar.
Die Kopfballführung der Genossen
ist nach dem Schlusspfiff längst nicht klar.
Ins Spiel zu bringen wird vermieden
der Stürmer-Name Günter Grass.
Der Kampf um Syrien: unentschieden.
Und Teheran: ein Pulverfass.
ist - wenn's drauf ankommt - auch vorbei.
Ein Spitzenplatz ist zu vergeben
in Bundesliga, Linkspartei.
Im Stadion hat ein Tor geschossen
Borusse gegen Bajuwar.
Die Kopfballführung der Genossen
ist nach dem Schlusspfiff längst nicht klar.
Ins Spiel zu bringen wird vermieden
der Stürmer-Name Günter Grass.
Der Kampf um Syrien: unentschieden.
Und Teheran: ein Pulverfass.
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